Punkt, Linie, Fläche, Körper, Raum

8. April bis 6. Mai 2018

Do - So von 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 8. April | 15 Uhr
Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster | GEDOK e.V.
Einführung                       Liz Mields-Kratochwil | Bildhauerin               
Musik                               Sabine Stacheit, AndreasKämper | Saxophon

Beteiligte Künstlerinnen

Eva Arizabalaga (Barcelona), Maria Beykirch (München), Marguerite Blume-Cárdenas (Berlin), Dorothee Curio (Berlin), Carola Czempik (Glienicke), Christina Köster (Peitz), Anna Mields (Berlin), Liz Mields-Kratochwil (Berlin)

Die Ausstellung Punkt, Linie, Fläche, Körper, Raum findet im Rahmen des Projektes "Das andere Kapital. 20 Jahre Galerie KUNSTFLÜGEL" statt. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft; Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, den Landkreis Teltow-Fläming, die Bildungs-, Jugend-, Kultur- und Sportstiftung Teltow-Fläming der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam und die Gemeinde Rangsdorf.

Vor allem Anfang steht ein Staunen über den Reichtum der Vereinfachung. Jede bildende Künstlerin, jeder Künstler sucht nach einer eigenen Sprache und dabei greifen viele auf sehr schlichte Formen zurück. Abstraktion heißt Reduktion. Reduktion entfaltet sich in Spannungen zwischen Punkt, Linie, Fläche, Körper und Raum.
Liest und hört man diese Begriffe denkt man unweigerlich zuerst einmal an Kandinskys berühmte Schrift „Über das Geistige in der Kunst“. Natürlich stehen seine Gedanken im Hintergrund, doch in dieser Ausstellung geht es um unterschiedliche Standpunkte zum Thema und um die künstlerischen Formulierungen oder Erfindungen der beteiligten Künstlerinnen.

Punkt, Linie, Fläche, Körper, Raum scheinen es ganz theoretische Begriffe zu sein. Geometrische Figuren. Doch bald wird klar, dass sie uns überall im Leben begegnen. Sie existieren scheinbar nebeneinander und sind dabei miteinander verbunden.

Linie als Grenze von Ländern,
die Geschichten anderer mit ihrem Erleben
Die Grenze als Linie, die auf der einen Seite etwas völlig anderes auslöst als auf ihrer anderen Seite. Die Grenzlinien, die sich um unseren ganzen Erdball ziehen.
Grenzen trennen eins vom anderen,

Der Mond, welcher als runder Punkt in der Nacht am Himmel erscheint, uns sein Licht zur Orientierung schickt, von dem wir nur wissen, dass er ein Körper ist und der, wenn er nicht leuchtet in der Nacht eine grenzenlose Dunkelheit auslöst.

Einfachste Formen – ein schwarzer Punkt,
ein roter Punkt,
ein grüner Punkt usw.
Mit jedem Punkt verbindet uns eine andere Bedeutung.

Die Punkte des geschriebenen Notenbildes.

Würde man beispielsweise die Ballettschuhe der Tänzer in Farbe tauchen, würde der Rhythmus ihrer Bewegung als eine Ansammlung von Punkten auf dem Boden in Erscheinung treten.
Der Punkt, an dem ich mich befinde (georaphisch)
Der Punkt, an dem ich stehe (im Leben)

Die Linie

Linien teilen etwas mit (schreiben, malen, zeichnen)
Linien begrenzen etwas, eine Fläche z.B.
Linien können auch Umriss sein
Linien können etwas verbinden
Das Seil auf dem ich balanciere, ein Gegenstand in Erscheinungsform einer Linie,
der Bogen, der sich über mir wölbt, der Regenbogen, zusammengesetzt aus breiten, farbig leuchtenden Linien.
Die Blitze am Himmel,
die feinen dünnen Äste der Bäume,
Gräser
Eine Linie, geschwungen, gerade, oder auf einem Blatt Papier ganz streng gesetzt, ergibt jeweils eine andere Bedeutung
Eine Gerade steht aufrecht unbeweglich im Raum, als körperhafter Gegenstand, der aber beim Betrachten aus weiterer Entfernung als Linie erscheint.
Linien brauchen die Fläche

Die Fläche

Auf der Fläche finden sich Punkt und Linie
Die Fläche ist ein Träger von Dingen

Piktogramme entstehen aus der engsten Verbindung von Linien und Fläche, Geschriebenem und Bild.
Piktogramm sind Stellvertreter von Wörtern, sie machen Mitteilungen und helfen bei der Orientierung.

Grenzen sind Linien auf einer Fläche.
Grenzen trennen eins vom anderen,

Man sieht, dass sich die Theorie über diese Begriffe immer wieder von der beschriebenen oder gezeichneten Fläche zum körperlichen Erscheinungsbild hin bewegen, dass sie sich durchdringen und im Raum ausbreiten. Manche Konstruktionen sind unendlich, Fraktale z.B.

Acht Künstlerinnen aus Spanien und Deutschland zeigen ein weites Spektrum von Annäherungen an diese Phänomene – skulptural, zeichnerisch und malerisch, ob in Metall, Holz, Stein, Terrakotta, auf oder aus Papier.


Ulrike Rosenbach | Psyche und Eros

18. Februar bis 29. März 2018

Do - So von 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 18. Februar | 15 Uhr
Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster, GEDOK e.V.
Einführung                       Stephan von Wiese, Autor                    
Musik                               Ursula Meyer "Präpariertes Klavier"

Mit einer Ausstellung zum Schaffen der international bekannten Medienkünstlerin Ulrike Rosenbach eröffnet die GEDOK Brandenburg das Programm im 20. Jahr ihrer Galerie KUNSTFLÜGEL.

Ulrike Rosenbach trat 1971 mit ersten Videoarbeiten, Performances und Kunst-Aktionen an die Öffentlichkeit. Die Meisterschülerin von Josef Beuys war eine der ersten, die sich der Videokunst als Medium künstlerischer Aussage bediente. Ihr Interesse galt dabei schon früh dem Hinterfragen typisierter Frauenbilder sowie der Rolle der Frau in der Gesellschaft. Bis heute wurde es zum Ausgangspunkt vieler skulpturaler und Video-Arbeiten. Das Geheimnisvolle, Mystische und Mythische hingegen war eine eher wenig beachtete Thematik ihrer Arbeit. Die Ausstellung in der Galerie KUNSTFLÜGEL greift diesen Werkkomplex auf und gibt damit Einblick in eine besondere Facette des umfangreichen Werks dieser ungewöhnlichen Künstlerin.

Begonnen hat sie als Studienrätin im Schulbetrieb. Etwa gleichzeitig fing sie an als freischaffende Künstlerin zu arbeiten und knüpfte Kontakte zur Women’s Liberation-Bewegung in den USA. Mitte der 70-iger Jahre bekleidete sie einen Lehrauftrag für feministische Kunst und Medienkunst am California Institute of the Arts in Valencia bei Los Angeles. Bestärkt durch diesen Aufenthalt gründete sie dann in Köln die Schule für Kreativen Feminismus. 1977 und 1987 nahm sie an der documenta in Kassel teil. Sie war Gastprofessorin an der Hochschule der Künste Berlin, der Hochschule für Angewandte Kunst Wien und der Universität Utrecht. Schließlich erhielt sie 1989 eine Professur für Neue Künstlerische Medien an der Kunsthochschule in Saarbrücken, deren Rektorin sie von 1990 bis1993 war. Seit ihrer Emeritierung 2007 lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin im Großraum Köln/Bonn und im Saarland. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste. Ausstellungen und Arbeitsaufenthalte führten sie auf vier Kontinente und in so renommierte Kunstinstitute wie die Berliner Nationalgalerie, das Stedelijk Museum Amsterdam, die Bundeskunsthalle oder das Rheinische Landesmuseum in Bonn.

Ulrike Rosenbach im Dialog mit dem Publikum am 25. März 2018 von 14 bis 18 Uhr.

Auge in Auge. Konterfeis kontra fights

22. Oktober bis 10. Dezember 2017

Ulrike Kirchner

Malerei Do - So von 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 22. Oktober | 15 Uhr

Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster, GEDOK e.V.

Einführung                      Dr. Gerlinde Förster, GEDOK e.V.
                                      
Musik                             Caterina Other | Nickelharpa
                                     Ricarda Baubkus | Barockcello

 Auf Augenhöhe geht es bei dieser Ausstellung in der Galerie Kunstflügel zu. 24 „Gesprächspartner“ werden mit ihren Porträts (Acryl auf Leinwand) an den Wänden platziert, um den Dialog mit dem Publikum zu provozieren. Man schaut in die Augen adaptierter Cranach–Porträts adliger Damen aus der Zeit Luthers, ist mit allegorischen Köpfen der Weltreligionen konfrontiert und kann Augenkontakt zu diversen anonymen Zeitgenossen und deren Emotionen aufnehmen.

Der Untertitel „Konterfeis kontra fights“ ist dabei Programm und ruft zur Auseinandersetzung mit dem jeweils Fremden im Gegenüber auf. Es ergibt sich ein Spannungsbogen von der Vergangenheit zur Gegenwart. Themen der Vergänglichkeit, der Bewahrung oder Ablehnung von Traditionellem, der Auseinandersetzung mit globalem Denken, den Religionen, der Reformbedürftigkeit der Gesellschaft und der Welt werden angesprochen und haben einen direkten Bezug zum Reformationsjahr 2017.

Die Ausstellung bündelt zwei Projekte der Künstlerin, das „Cranach–Fragmentarium“ (anlässlich des Cranach–Jahres 2015) und „Auge in Auge“ (Luther–Jahr 2017), die sie im öffentlichen Raum, im Zentrum der Reformation, ihrer Heimatstadt Wittenberg realisierte.

Ulrike Kirchner hat an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle Malerei studiert. Neben ihrer freischaffenden bildkünstlerischen Arbeit ist sie mit halber Stelle am Luther–Melanchthon–Gymnasium (Hundertwasserschule) in Wittenberg als Kunstlehrerin tätig.

Im September

3. September bis 15. Oktober 2017

Karin Gralki | Maria-Luise Faber

Radierung | Skulptur, Plastik Do - So von 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 3. September | 15 Uhr

Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster, GEDOK e.V.

Einführung                      Dr. Anita Kühnel, Kunstwissenschaftlerin
                                      
Musik                              Arthur Grossmann | Alphorn
                                       Frieder Schubert   | Saxofon

 

Sprödes, splittriges und unbearbeitetes Holz steht weichen und geschlossenen Formen aus Ton und Stein gegenüber. Starke Kontraste sind beabsichtigt. Die raumbezogenen Skulpturen aus Holz, Ton und Kunststein von Maria-Luise Faber weisen enge Bezüge zu Formen aus der Natur auf. Dies wird in der gemeinsamen Ausstellung mit Karin Gralki sichtbar.

Beide studierten in den 1980er Jahren an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und arbeiteten danach als Bildhauerinnen zunächst in Berlin. Mitte der 1990er Jahre zog es Maria-Luise Faber ins Umland, wo sie sich nach und nach Atelier und Wohnsitz einrichtete. Berlin blieb in Reichweite. Stadterfahrung und die „Entdeckung der Natur“ wurden zu Themen in ihrer künstlerischen Arbeit. Karin Gralki dagegen blieb Berlin treu. In Rangsdorf stellt sie jetzt eine Folge von Radierungen und Tuschzeichnungen aus den vergangenen zehn Jahren aus. Mit expressivem, fast ruppigem und dabei souverän-sicherem Strich schafft die Künstlerin mit der Radiernadel auf ihren Blättern dichte Strukturen. In der Überlagerung von Linien entstehen tiefe Räume.

Zwei Bildhauerinnen stellen gemeinsam aus. Aufbau, Rhythmus und Oberflächenstruktur der Skulpturen, Radierungen und Zeichnungen beider Künstlerinnen korrespondieren miteinander und sind doch sehr verschieden.

Harmonie und Kontrast ergeben spannende Gegensätze. Zu erleben ist auch, auf welch verschiedene Weise sie Raum entstehen lassen.

Karin Gralki ist am 9., 15. und 24. September 2017 von 14 - 18 Uhr in der Ausstellung.

Karin Gralki und Maria-Luise Faber im Dialog mit dem Publikum am
30. September und am 15. Oktober 2017 von 14 - 18 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

Weg der Wandertaube

14. Mai bis 2. Juli 2017

Elli Graetz

Grafik und Objekte Do - So von 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 14. Mai 2017 | 15 Uhr

Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster, GEDOK e.V.

Einführung                       Dr. Gabriele Ivan, Kunstwissenschaftlerin
                                      
Musik                               Gabby Brown, Saxophon
                                        Helene Xaysongkham, Vocal
                                        Jonathan Xaysongkham, Schlagzeug
                                        Niclas Krohn, Klavier
                                        vom Fontane-Gymnasium Rangsdorf

„Merkwürdige Tiere“ von Elli Graetz ab 14. Mai im Kunstflügel Rangsdorf

 „Martha“ hieß die letzte Wandertaube, die am 1. September 1914 im Zoo von Cincinnati (US-Bundesstaat Ohio) starb. Nach ihrem Tod wurde sie eingefroren, präpariert und ausgestellt. Einst waren Wandertauben die häufigste Vogelart auf der Welt. Rund 500 Millionen Tierarten sind bereits ausgestorben. Jahr für Jahr werden etwa 15 000 neue Arten entdeckt.

Mag sein, dass nun jemand sagt: Na und? Was geht mich das an? Für die Künstlerin Elli Graetz allerdings ist das Thema ein Herzensbedürfnis. Sie lässt sich mit ihren Arbeiten bedingungslos auf die unvorstellbare Vielfalt des Lebens ein. „Denn mit und in der Natur lebend, springen mir Motive in Feld und Wald, im Wasser und im Gebirge, ins Auge“, so die Malerin und Grafikerin aus Berlin, die ihr Atelier im Landkreis Oberhavel in Brandenburg hat. Da sind die Tiere und die Pflanzen. Aber auch Metallstücke aus dem Meer, alte Türbeschläge, Zaunhalterungen, alter Ackergeräte oder Teebeutelfilterpapier inspirieren sie, Spuren und Erinnerungen an vergangene Lebenswelten in allen Bereichen aufzuspüren und ihren Verfall zu vergegenwärtigen und neue Sichtweisen zu zeigen.

„Weg der Wandertaube“ heißt die neue Ausstellung im GEDOK-Haus Rangsdorf, die ab Sonntag, dem 14. Mai, in der Galerie Kunstflügel zu sehen ist. Dort ist Elli Graetz nicht zum ersten Mal mit ihren Arbeiten vertreten. Bereits im Herbst vergangenen Jahres war sie bei der GEDOK-Gemeinschaftsausstellung „Aufbruch – 20 künstlerische Positionen“ mit dabei. Die Künstlerin, Jahrgang 1947, studierte zunächst Theatermalerei in Dresden und arbeitete in verschiedenen Berufen. Nach dem Grafikstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee erwarb sie das Diplom. Danach freiberuflich tätig tragen seitdem viele Künstlerbücher und Mappen sowie Kunstkalender ihre Handschrift. Seit der 1990er Jahre ist die freie Grafik der Hauptschwerpunkt ihrer Arbeit. Dabei bevorzugt Elli Graetz Drucktechniken wie Holzschnitt, Lithografie, Siebdruck, Radierung.

In Rangsdorf stellt sie Grafiken und Objekte aus. Elli Graetz sagt, ihre aus „einem Fleck heraus entwickelten Tuschezeichnungen sind spontane Eingebungen“. So entstand die Folge ihrer „merkwürdigen Tiere“, die sie – mit Blick auf die Artenvielfalt - immer im Zusammenhang mit den Objekten gesehen haben will. „Vielleicht gab es meine Tiere ja auch schon vor Millionen Jahren. Oder irgendwann werden neue Arten entstehen. Wer weiß?“, fragt die Malerin mit einem kleinen Augenzwinkern.

Am 27. Mai und am 24. Juni freut sich die Künstlerin Elli Graetz auf Gespräche mit dem Publikum – jeweils von 14 bis 18 Uhr in der Galerie Kunstflügel Rangsdorf.

 

 

den Umständen entsprechend vergnügt

5. März bis 7. Mai 2017

Bettina Mundry | Arne Kalkbrenner

Malerei, Grafik, Objekt | Objekt, Plastik Do - So von 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 5. März 2017 | 15 Uhr

Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster, GEDOK e.V.

Einführung                      Ines Baumgartl, Lyrikerin
                                      
Musik                              Antoine Lukac

Gesang                            Maren Kling              

Auf einige Plastiken und Bildern dominiert die Farbe Rot. Rot wie das Blut. Soll da der Titel der Ausstellung „Den Umständen entsprechend vergnügt“ provozieren? Natürlich haben sich die Malerin Bettina Mundry, Jahrgang 1959, und der Bildhauer Arne Kalkbrenner, Jahrgang 1975, mit dem Titel etwas gedacht. „Die derzeitig aktuell politische, aber auch soziale Situation in unserem Land und Europa um Flucht und Zufluchtssuche, Terrorgefahr und Militarisierung, reale und nicht reale Ängste oder Sorgen der Menschen regen uns gleichermaßen an“, erklären die in der Uckermark lebenden Künstler.

Unabhängig voneinander suchen sie in ihrer Kunst nach Darstellungs- und Reflektionsmöglichkeiten. Und so treffen bei ihnen Fragen nach Vergangenheit und Zukunft auf die Gegenwart und verharren zum Teil im Anspruch auf Heiterkeit.

Arne Kalkbrenner zeigt in Rangsdorf Objekte und Plastiken, die überraschen und fordern. Es sind teilweise skurrile Verbindungen von Form, Material und Inhalt. Sie sind ironisch, witzig, klug oder auch bitterböse.

Von diesem Anspruch lässt sich auch Bettina Mundry leiten. Ähnlich wie bei Kalkbrenner
muss man sich auf ihre Arbeiten, ob Malerei, Grafik oder Objekt, einlassen, um den oftmals direkten und auffordernden Blick der Dargestellten aushalten zu können. Sie sei ein offensiver Mensch – und folglich auch als Künstlerin offensiv.

Zwei Künstler, die sich mit dem Thema Mensch und Gesellschaft in ihren Werken auseinandersetzen und künstlerisch ein unbändiges Plädoyer für das Leben formulieren.

Am 8. und 9. April 2017, von jeweils 14 bis 18 Uhr
sind Bettina Mundry und Arne Kalkbrenner in der Ausstellung im Dialog mit den Besuchern.

Unterwegs

21. Januar bis 19. Februar 2017

Karin Tiefensee

Grafik und Theaterpuppen Do - So von 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung    Samstag, 21. Januar 2017 | 16 Uhr

Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster, GEDOK e.V.

Einführung                       Dr. Gabriela Ivan, Kunstwissenschaftlerin
                                        Prof. Astrid Griesbach, Hochschule für
                                        Schauspielkunst "Ernst Busch"

Musik                               Paula Sell, Akkordeon               

Mit der Eröffnung der Ausstellung
UNTERWEGS. Karin Tiefensee - Grafik und Theaterpuppen
am 21. Januar um 16 Uhr beginnt die GEDOK Brandenburg in Rangsdorf ihr neues Ausstellungsprogramm 2017.

Die Berliner Künstlerin Karin Tiefensee wird in der Galerie Kunstflügel ein Spektrum ihres Schaffens vorstellen. Dazu gehören Arbeiten wie „Unruhe“, „Frischluft“, „Spiegelung“, „Schmelze“ und „Geh du voran“ - Arbeiten, in denen sie den Farben-Tiefdruck mit Techniken wie der Collage kombiniert.

Für sehenswerte Kontraste und so manche Überraschung sorgen ihre Theaterpuppen. Sie stammen aus dem Fundus der Abteilung Puppenspielkunst der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin, wo sie seit 1994 das Fach Gestaltungslehre unterrichtet.

Die Puppen stammen aus Inszenierungen von Shakespeare bis Brecht, von Dramatikern der Gegenwart und aus aktuellen Literaturadaptionen. Sie zeigen sich zumeist in unerwarteter Gestalt, anders, als man es von den Texten zunächst erwartet - so zum Beispiel die ausgestellten Arbeiten für das Maskenstudium zu „Der gute Mensch von Sezuan“ von Bertolt Brecht. Die Puppengestalterin spricht hier von einer Visualisierung, die den kreativen Zugang zu den dramatischen Figuren eröffnen soll.

Für die Umsetzung ihrer Ideen nutzt sie Materialien wie Holz, Schaumstoff, Metall, Latex, Styropor, Farbe sowie Leder. Man darf gespannt sein auf Karin Tiefensees „Kasper“, „Mrs. Boyle“ und den „Tod“, ebenso auf „Fliege“, „Echse“ oder den imposanten „Stierkopf“. Mit ihren Figuren macht die Künstlerin das Publikum zudem mit verschiedenen Puppenführungstechniken bekannt.

Karin Tiefensee (Jahrgang 1957) studierte und arbeitete zunächst als Projektierungsingenieurin für Steuerungsanlagen. Ab 1983 studierte sie an der Kunsthochschule Berlin Plastik und Bildhauerei und ist seit 1989 freischaffende Bildhauerin, Grafikerin und Puppengestalterin.

Zur Eröffnung ihrer Ausstellung am Sonnabend, dem 21. Januar sprechen Dr. Gabriela Ivan, Kunstwissenschaftlerin und Prof. Astrid Griesbach von der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Für die musikalische Umrahmung sorgt Paula Sell (Akkordeon). Zum Abschluss wird das Puppenspiel „Die kleine Laterne“ mit der bekannten Puppenspielerin Christine Müller vom Theater des Lachens Frankfurt/Oder gezeigt.

Die Ausstellung „Unterwegs. Karin Tiefensee – Grafik und Theaterpuppen“ ist vom 21. Januar bis zum 19. Februar in der Galerie Kunstflügel im GEDOK-Haus in Rangsdorf, Seebadallee 45, zu sehen. Am 5. Februar ist Karin Tiefensee von 14 bis 18 Uhr in der Galerie und freut sich auf Gespräche mit Besuchern.

Carola Czempik_Gras
Liz Mields-Kratochwill_Möbiusband
Christina Köster_ohne Titel
Eva Arizabalaga_Rangoli-mit-Schatten
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Ulrike Rosenbach
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Ulrike Kirchner
Ulrike Kirchner
Karin Gralki "Gespräche", 2017
Karin Gralki "Abendmahl", 2017
Maria-Luise Faber "Hotspot", 2015
Maria-Luise Faber Ohne Titel,  2009
Elli Graetz Welle 2006
Elli Graetz des Teufels 13 2013
Elli Graetz o.T. 2008
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Bettina Mundry - Zauberlehrling I
Arne Kalkbrenner - sans-papiers
Bettina Mundry - Terror-aus der Serie Extremismus
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Karin Tiefensee
Es wird ein schöner Tag
Freiraum
Masken
Zufluss
Geh Du voran