Zwei und 3

Dorit Bearach    | Malerei
Gudrun Kühne     | Plastik

14. Oktober bis 25. november 2018

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 14. Oktober   | 15 Uhr
Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster     | GEDOK e.V.
Einführung                       Kerstin Hensel            | Autorin
Musik                               Jolina Grosse              | Violine
                                        Prof. Gerhard Weihe    | Klavier

Was ist 3, was ist das Dritte? Mit dem Titel der neuen Ausstellung der Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden; GEDOK Brandenburg stellt sich diese Frage.

Eine Antwort finden, heißt einzutauchen in die Welt zweier Künstlerinnen, in die der in Thüringen geborenen Zeichnerin, Malerin und Bildhauerin Gudrun Kühne und in die der aus Tel Aviv stammenden Malerin Dorit Bearach. Kennengelernt haben sich beide in Berlin, im imaginären Gepäck die Erfahrungen ihrer Studienzeit an der Dresdner Kunsthochschule. Die Neugier auf die sich verändernde Welt, auf das Leben, auf die Menschen und das eigene Sein treibt beide künstlerisch an.

Dorit Bearachs Kunst verläuft zwischen den Welten, zwischen Licht und Schatten, beobachtend, abtastend, sinnlich erfahrend gegenüber dem, was ihr begegnet, was sie wahrnimmt und einer daraus aufkeimenden Sehnsucht. Ihr Streben dabei ist die Suche nach dem grundlegenden Prinzip als immerwährende selbst auferlegter Aufgabe. Das Vokabular beim Verstehen, Reflektieren und Interpretieren in diesem Prozess sind ihre Formulierungen in Form, Farbe und Duktus wie die Klärung des Raumes durch den Strich. Ihre Themen sind persönlicher wie gesellschaftlich-politischer Natur und resultieren letztlich oft aus ihrer Biographie. Nichts ist vordergründig. Die Farbkraft der Pigmente und das Spiel mit dem Licht sind ihre Ausdrucksmittel. Sie hat Lust daran, etwas Geheimnisvolles entstehen zu lassen und sie liebt die Irritation, vergnügt sich an dem damit entstehenden Freiraum der Begegnung.

Das Suchen nach Form und Rhythmus, das Vordringen in die Dreidimensionalität des plastischen Körpers ist für die studierte Wandmalerin Gudrun Kühne ein fortwährend spannender Prozess zwischen Begeisterung und Zweifel. Aus dem Kanon ihrer Weiblichkeit schöpft sie, und es gelingen ihr empfindsame Verinnerlichungen. Ihre Figuren wirken mitunter fragil oder tragen eine verstörend wirkende Verletzlichkeit in sich.

 

 

 

Lore Plietzsch. Karla Woisnitza

26. august bis 7. Oktober 2018

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 26. August     | 15 Uhr
Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster | GEDOK e.V.
Einführung                       Thomas Kumlehn     | Kurator
Musik                               Sumse Keil             | Vocal
                                        Sergej Filioglo         | Klavier

Lore Plietzsch und Karla Woisnitza zeigen mit der neuen Ausstellung der Galerie Kunstflügel im 20. Jahr ihres Bestehens nicht nur die Unterschiedlichkeit ihres künstlerischen Arbeitens, sondern auch, dass es möglich ist, scheinbar Unvereinbares gleichberechtigt interagieren zu lassen. Ausgewählt haben beide Künstlerinnen wesentliche Werkgruppen ihres Schaffens. Die ältesten Arbeiten datieren aus der Zeit, als sie jeweils etwa 40 Jahre alt waren. Die jüngsten hingegen entstanden 2018.

Lore Plietzsch (*1930 in Altenburg) begann 17-jährig mit dem Studium an der Hochschule für Baukunst und Bildende Künste in Weimar. Von 1952 bis 1956 war sie Meisterschülerin bei Fritz Cremer an der Deutschen Akademie der Künste, Berlin (DDR).

Karla Woisnitza (*1952 in Rüdersdorf bei Berlin) begann 21-jährig ein Bühnen- und Kostümbildstudium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, das sie 1978 abgeschlossen hat. Ebenfalls in Dresden absolvierte sie 1990/91 extern ihr Diplom für Malerei und Grafik.

Sie leben und arbeiten seit 1956 bzw. seit 1980 freiberuflich in Berlin. Begegnet sind sie sich vor drei Jahren zum ersten Mal. Aus dieser von dem Kurator Thomas Kumlehn initiierten Begegnung entstand die Idee, gemeinsam auszustellen.

Die Arbeitsfelder von Lore Plietzsch umfassen Kleinplastik und seit vielen Jahren Porträtköpfe, die vor allem im privaten Auftrag entstanden sind. Sie arbeitet gern mit Gips, wenn ein Bronzeguss vorgesehen ist. Die Porträtköpfe formt sie bevorzugt in Ton und erfasst damit feinnervig den wahrgenommenen Ausdruck und die Haltung des zu Porträtierenden. Das gestalterische Nahekommen, ein stilles, verbindliches Selbstverständnis der Künstlerin im Umgang mit dem Modell, ist jedem Werk inne. Die ausgestellten Zeichnungen stehen in Korrespondenz zu den Porträts.

Karla Woisnitza „lebt zwischen Mikro- und Makrokosmos, sie zeigt das, was sonst unsichtbar bleibt“. (Helen Adkins, 1999) Ihre Themenstellungen sind sowohl zeit- als auch werkgeschichtlich verbunden. Die Vorliebe fürs Serielle und Synästhetische wird von unerwarteten Begegnungen ausgelöst. Dafür besitzt sie eine offene und präzise Welt-Wahrnehmung. Ihre Werkreihen sind künstlerischer Ausdruck für eine komplexe und systematische Transformation empirischer Eindrücke in Materialfindungs-, -aufbereitungs- und Herstellungsprozesse zu Bildern. Diese Arbeitsweise ist auf Grund der technischen Schrittfolge oft aufwendig, riskant und zeitlich im Voraus nicht zu bestimmen.

Bereits im Eingangsbereich der Galerie tritt den Besuchern mit zwei Selbstporträts aus dem Jahr 2018 die gleichberechtigte Unterschiedlichkeit der Künstlerinnen gegenüber: burschikos „Gehendes Mädchen" von Lore Plietzsch in unprätentiöser Haltung scheinbar auf den Besucher zulaufend und „o talitä" von Karla Woisnitza wie ein frecher, hintersinnig gemeinter Trompetenstoß - Auftakt für eine anregende Ausstellung.

 

 

 

 

Schaufenster - Fensterschau

Ausstellung in der Galerie Kunstflügel Rangsdorf noch bis 19.August

In der Sommerpause verabschiedet sich das Künstlerinnennetzwerk GEDOK nicht wirklich von seinem Publikum. Zwar bleibt bis Ende August das architektonisch markante GEDOK-Haus in der Seebadallee 45 geschlossen. Einblick in die Galerie Kunstflügel jedoch gibt es weiterhin gratis – diesmal nur eben durch die großen Fenster von außen.

Noch bis zum 19. August zeigt die Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden – GEDOK Brandenburg mit ihrer Fensterausstellung Ausstellungsfahnen und Plakate aus 20 Jahren Galerie Kunstflügel – und das täglich rund um die Uhr und immer an frischer Luft!

Die GEDOK-Vorsitzende Dr. Gerlinde Förster und ihre Mitstreiterinnen wünschen sich viele neugierige Menschen, die durch die großen Fenster des GEDOK-Hauses einen Blick in die Galerieräume werfen. Dort erwartet die Schau-Lustigen neben einer Videoinstallation eine farbenfreudige Auswahl der schönsten Plakate und Ausstellungsfahnen aus 20 Jahren, die an verschiedene Expositionen der Galerie seit 1998 und auch an einzelne Projekte an anderen brandenburgischen Orten erinnern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Körperhaft.

Sylvia Hagen, Christa Panzner | Plastik, Malerei, Grafik
13. Mai bis 1. Juli 2018

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 13. Mai     | 16 Uhr
Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster | GEDOK e.V.
Einführung                       Herbert Schirmer     | Kunstwissenschaftler
Musik                               Antje Thierbach       | Oboe
                                        Susanne Stock         | Akkordeon

Körperhaft
so der verbindende Gedanke der Ausstellung von Sylvia Hagen und Christa Panzner.
Wie äußern sich sinnliche Wahrnehmungen in der Verschiedenheit der Umsetzung? Diese spannende Frage steht im Zentrum der neuen Ausstellung.

Beide Künstlerinnen kennen sich lange. Nun stellen sie zum ersten Mal gemeinsam in der Galerie KUNSTFLÜGEL aus. Sylvia Hagen war es, die im Januar 1998, also vor nunmehr zwanzig Jahren, zusammen mit der Malerin Roswitha Grüttner das Programm der Galerie eröffnete und mit dieser Präsentation einen künstlerischen Anspruch manifestierte, der bis heute bei großer Vielfalt künstlerischer Positionen, verfolgt wird.

Bereits 1996 zeigte die Malerin Christa Panzner ihre „Irischen Blätter“ im damals noch existierenden Klubhaus Rangsdorf und 2001 war sie dann zusammen mit der Keramikerin Corinna Dahme Gast in der Galerie.

Die über Brandenburg hinaus bekannten Künstlerinnen Sylvia Hagen und Christa Panzner haben etwa zeitgleich an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee studiert und dort prägende Grundorientierungen erfahren. „Das Arbeiten an der menschlichen Figur ist für mich existenziell“, sagt Sylvia Hagen. „Auch wenn ich ein paar Plastiken habe, die wirklich sehr aufgelöst sind, bleibt der Bezug zum menschlichen Körper Ausgangspunkt meiner Arbeit“. Auch für Christa Panzner gilt der Grundgehalt dieser Aussage. Sie begann 1995 an der Serie „Köpfe“ zu arbeiten, und dieses Interesse führte sie bis heute zu einer komplexen Beschäftigung mit dem menschlichen Körper. Anliegen beider ist das Erfassen von Wesen und Erscheinung, nicht das Abbild.

Alle Arbeiten, sowohl die malerischen wie die plastischen, sind stets auch Selbstbefragung und insofern Spiegel, Projektion oder beides. Christa Panzner hat selbst einmal gesagt: "Wie man malt, hat zu tun wie die Welt sich gestaltet und somit auch mit dem eigenen Verhältnis zur Gesellschaft, zum Raum, der einem gegeben ist oder bleibt, wie man sich Freiräume schaffen muss, die Hoffnungen und Utopien befördern und ermöglichen, ohne die Leben sinnlos würde."

In der Ausstellung „Körperhaft“ spiegeln sich eindrucksvoll das Korrespondierende wie die Eigenwilligkeit der jeweiligen künstlerischen Positionen.

Dr. Gerlinde Förster
Stv. Vorsitzende GEDOK Bundesverband

 

 

 

Punkt, Linie, Fläche, Körper, Raum

8. April bis 6. Mai 2018

Do - So von 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 8. April | 15 Uhr
Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster | GEDOK e.V.
Einführung                       Liz Mields-Kratochwil | Bildhauerin               
Musik                               Sabine Stacheit, AndreasKämper | Saxophon

Beteiligte Künstlerinnen

Eva Arizabalaga (Barcelona), Maria Beykirch (München), Marguerite Blume-Cárdenas (Berlin), Dorothee Curio (Berlin), Carola Czempik (Glienicke), Christina Köster (Peitz), Anna Mields (Berlin), Liz Mields-Kratochwil (Berlin)

Die Ausstellung Punkt, Linie, Fläche, Körper, Raum findet im Rahmen des Projektes "Das andere Kapital. 20 Jahre Galerie KUNSTFLÜGEL" statt. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft; Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, den Landkreis Teltow-Fläming, die Bildungs-, Jugend-, Kultur- und Sportstiftung Teltow-Fläming der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam und die Gemeinde Rangsdorf.

Vor allem Anfang steht ein Staunen über den Reichtum der Vereinfachung. Jede bildende Künstlerin, jeder Künstler sucht nach einer eigenen Sprache und dabei greifen viele auf sehr schlichte Formen zurück. Abstraktion heißt Reduktion. Reduktion entfaltet sich in Spannungen zwischen Punkt, Linie, Fläche, Körper und Raum.
Liest und hört man diese Begriffe denkt man unweigerlich zuerst einmal an Kandinskys berühmte Schrift „Über das Geistige in der Kunst“. Natürlich stehen seine Gedanken im Hintergrund, doch in dieser Ausstellung geht es um unterschiedliche Standpunkte zum Thema und um die künstlerischen Formulierungen oder Erfindungen der beteiligten Künstlerinnen.

Punkt, Linie, Fläche, Körper, Raum scheinen es ganz theoretische Begriffe zu sein. Geometrische Figuren. Doch bald wird klar, dass sie uns überall im Leben begegnen. Sie existieren scheinbar nebeneinander und sind dabei miteinander verbunden.

Linie als Grenze von Ländern,
die Geschichten anderer mit ihrem Erleben
Die Grenze als Linie, die auf der einen Seite etwas völlig anderes auslöst als auf ihrer anderen Seite. Die Grenzlinien, die sich um unseren ganzen Erdball ziehen.
Grenzen trennen eins vom anderen,

Der Mond, welcher als runder Punkt in der Nacht am Himmel erscheint, uns sein Licht zur Orientierung schickt, von dem wir nur wissen, dass er ein Körper ist und der, wenn er nicht leuchtet in der Nacht eine grenzenlose Dunkelheit auslöst.

Einfachste Formen – ein schwarzer Punkt,
ein roter Punkt,
ein grüner Punkt usw.
Mit jedem Punkt verbindet uns eine andere Bedeutung.

Die Punkte des geschriebenen Notenbildes.

Würde man beispielsweise die Ballettschuhe der Tänzer in Farbe tauchen, würde der Rhythmus ihrer Bewegung als eine Ansammlung von Punkten auf dem Boden in Erscheinung treten.
Der Punkt, an dem ich mich befinde (georaphisch)
Der Punkt, an dem ich stehe (im Leben)

Die Linie

Linien teilen etwas mit (schreiben, malen, zeichnen)
Linien begrenzen etwas, eine Fläche z.B.
Linien können auch Umriss sein
Linien können etwas verbinden
Das Seil auf dem ich balanciere, ein Gegenstand in Erscheinungsform einer Linie,
der Bogen, der sich über mir wölbt, der Regenbogen, zusammengesetzt aus breiten, farbig leuchtenden Linien.
Die Blitze am Himmel,
die feinen dünnen Äste der Bäume,
Gräser
Eine Linie, geschwungen, gerade, oder auf einem Blatt Papier ganz streng gesetzt, ergibt jeweils eine andere Bedeutung
Eine Gerade steht aufrecht unbeweglich im Raum, als körperhafter Gegenstand, der aber beim Betrachten aus weiterer Entfernung als Linie erscheint.
Linien brauchen die Fläche

Die Fläche

Auf der Fläche finden sich Punkt und Linie
Die Fläche ist ein Träger von Dingen

Piktogramme entstehen aus der engsten Verbindung von Linien und Fläche, Geschriebenem und Bild.
Piktogramm sind Stellvertreter von Wörtern, sie machen Mitteilungen und helfen bei der Orientierung.

Grenzen sind Linien auf einer Fläche.
Grenzen trennen eins vom anderen,

Man sieht, dass sich die Theorie über diese Begriffe immer wieder von der beschriebenen oder gezeichneten Fläche zum körperlichen Erscheinungsbild hin bewegen, dass sie sich durchdringen und im Raum ausbreiten. Manche Konstruktionen sind unendlich, Fraktale z.B.

Acht Künstlerinnen aus Spanien und Deutschland zeigen ein weites Spektrum von Annäherungen an diese Phänomene – skulptural, zeichnerisch und malerisch, ob in Metall, Holz, Stein, Terrakotta, auf oder aus Papier.


Ulrike Rosenbach | Psyche und Eros

18. Februar bis 29. März 2018

Do - So von 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 18. Februar | 15 Uhr
Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster, GEDOK e.V.
Einführung                       Stephan von Wiese, Autor                    
Musik                               Ursula Meyer "Präpariertes Klavier"

Mit einer Ausstellung zum Schaffen der international bekannten Medienkünstlerin Ulrike Rosenbach eröffnet die GEDOK Brandenburg das Programm im 20. Jahr ihrer Galerie KUNSTFLÜGEL.

Ulrike Rosenbach trat 1971 mit ersten Videoarbeiten, Performances und Kunst-Aktionen an die Öffentlichkeit. Die Meisterschülerin von Josef Beuys war eine der ersten, die sich der Videokunst als Medium künstlerischer Aussage bediente. Ihr Interesse galt dabei schon früh dem Hinterfragen typisierter Frauenbilder sowie der Rolle der Frau in der Gesellschaft. Bis heute wurde es zum Ausgangspunkt vieler skulpturaler und Video-Arbeiten. Das Geheimnisvolle, Mystische und Mythische hingegen war eine eher wenig beachtete Thematik ihrer Arbeit. Die Ausstellung in der Galerie KUNSTFLÜGEL greift diesen Werkkomplex auf und gibt damit Einblick in eine besondere Facette des umfangreichen Werks dieser ungewöhnlichen Künstlerin.

Begonnen hat sie als Studienrätin im Schulbetrieb. Etwa gleichzeitig fing sie an als freischaffende Künstlerin zu arbeiten und knüpfte Kontakte zur Women’s Liberation-Bewegung in den USA. Mitte der 70-iger Jahre bekleidete sie einen Lehrauftrag für feministische Kunst und Medienkunst am California Institute of the Arts in Valencia bei Los Angeles. Bestärkt durch diesen Aufenthalt gründete sie dann in Köln die Schule für Kreativen Feminismus. 1977 und 1987 nahm sie an der documenta in Kassel teil. Sie war Gastprofessorin an der Hochschule der Künste Berlin, der Hochschule für Angewandte Kunst Wien und der Universität Utrecht. Schließlich erhielt sie 1989 eine Professur für Neue Künstlerische Medien an der Kunsthochschule in Saarbrücken, deren Rektorin sie von 1990 bis1993 war. Seit ihrer Emeritierung 2007 lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin im Großraum Köln/Bonn und im Saarland. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste. Ausstellungen und Arbeitsaufenthalte führten sie auf vier Kontinente und in so renommierte Kunstinstitute wie die Berliner Nationalgalerie, das Stedelijk Museum Amsterdam, die Bundeskunsthalle oder das Rheinische Landesmuseum in Bonn.

Ulrike Rosenbach im Dialog mit dem Publikum am 25. März 2018 von 14 bis 18 Uhr.

Auge in Auge. Konterfeis kontra fights

22. Oktober bis 10. Dezember 2017

Ulrike Kirchner

Malerei Do - So von 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 22. Oktober | 15 Uhr

Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster, GEDOK e.V.

Einführung                      Dr. Gerlinde Förster, GEDOK e.V.
                                      
Musik                             Caterina Other | Nickelharpa
                                     Ricarda Baubkus | Barockcello

 Auf Augenhöhe geht es bei dieser Ausstellung in der Galerie Kunstflügel zu. 24 „Gesprächspartner“ werden mit ihren Porträts (Acryl auf Leinwand) an den Wänden platziert, um den Dialog mit dem Publikum zu provozieren. Man schaut in die Augen adaptierter Cranach–Porträts adliger Damen aus der Zeit Luthers, ist mit allegorischen Köpfen der Weltreligionen konfrontiert und kann Augenkontakt zu diversen anonymen Zeitgenossen und deren Emotionen aufnehmen.

Der Untertitel „Konterfeis kontra fights“ ist dabei Programm und ruft zur Auseinandersetzung mit dem jeweils Fremden im Gegenüber auf. Es ergibt sich ein Spannungsbogen von der Vergangenheit zur Gegenwart. Themen der Vergänglichkeit, der Bewahrung oder Ablehnung von Traditionellem, der Auseinandersetzung mit globalem Denken, den Religionen, der Reformbedürftigkeit der Gesellschaft und der Welt werden angesprochen und haben einen direkten Bezug zum Reformationsjahr 2017.

Die Ausstellung bündelt zwei Projekte der Künstlerin, das „Cranach–Fragmentarium“ (anlässlich des Cranach–Jahres 2015) und „Auge in Auge“ (Luther–Jahr 2017), die sie im öffentlichen Raum, im Zentrum der Reformation, ihrer Heimatstadt Wittenberg realisierte.

Ulrike Kirchner hat an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle Malerei studiert. Neben ihrer freischaffenden bildkünstlerischen Arbeit ist sie mit halber Stelle am Luther–Melanchthon–Gymnasium (Hundertwasserschule) in Wittenberg als Kunstlehrerin tätig.

Im September

3. September bis 15. Oktober 2017

Karin Gralki | Maria-Luise Faber

Radierung | Skulptur, Plastik Do - So von 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 3. September | 15 Uhr

Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster, GEDOK e.V.

Einführung                      Dr. Anita Kühnel, Kunstwissenschaftlerin
                                      
Musik                              Arthur Grossmann | Alphorn
                                       Frieder Schubert   | Saxofon

 

Sprödes, splittriges und unbearbeitetes Holz steht weichen und geschlossenen Formen aus Ton und Stein gegenüber. Starke Kontraste sind beabsichtigt. Die raumbezogenen Skulpturen aus Holz, Ton und Kunststein von Maria-Luise Faber weisen enge Bezüge zu Formen aus der Natur auf. Dies wird in der gemeinsamen Ausstellung mit Karin Gralki sichtbar.

Beide studierten in den 1980er Jahren an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und arbeiteten danach als Bildhauerinnen zunächst in Berlin. Mitte der 1990er Jahre zog es Maria-Luise Faber ins Umland, wo sie sich nach und nach Atelier und Wohnsitz einrichtete. Berlin blieb in Reichweite. Stadterfahrung und die „Entdeckung der Natur“ wurden zu Themen in ihrer künstlerischen Arbeit. Karin Gralki dagegen blieb Berlin treu. In Rangsdorf stellt sie jetzt eine Folge von Radierungen und Tuschzeichnungen aus den vergangenen zehn Jahren aus. Mit expressivem, fast ruppigem und dabei souverän-sicherem Strich schafft die Künstlerin mit der Radiernadel auf ihren Blättern dichte Strukturen. In der Überlagerung von Linien entstehen tiefe Räume.

Zwei Bildhauerinnen stellen gemeinsam aus. Aufbau, Rhythmus und Oberflächenstruktur der Skulpturen, Radierungen und Zeichnungen beider Künstlerinnen korrespondieren miteinander und sind doch sehr verschieden.

Harmonie und Kontrast ergeben spannende Gegensätze. Zu erleben ist auch, auf welch verschiedene Weise sie Raum entstehen lassen.

Karin Gralki ist am 9., 15. und 24. September 2017 von 14 - 18 Uhr in der Ausstellung.

Karin Gralki und Maria-Luise Faber im Dialog mit dem Publikum am
30. September und am 15. Oktober 2017 von 14 - 18 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

Weg der Wandertaube

14. Mai bis 2. Juli 2017

Elli Graetz

Grafik und Objekte Do - So von 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 14. Mai 2017 | 15 Uhr

Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster, GEDOK e.V.

Einführung                       Dr. Gabriele Ivan, Kunstwissenschaftlerin
                                      
Musik                               Gabby Brown, Saxophon
                                        Helene Xaysongkham, Vocal
                                        Jonathan Xaysongkham, Schlagzeug
                                        Niclas Krohn, Klavier
                                        vom Fontane-Gymnasium Rangsdorf

„Merkwürdige Tiere“ von Elli Graetz ab 14. Mai im Kunstflügel Rangsdorf

 „Martha“ hieß die letzte Wandertaube, die am 1. September 1914 im Zoo von Cincinnati (US-Bundesstaat Ohio) starb. Nach ihrem Tod wurde sie eingefroren, präpariert und ausgestellt. Einst waren Wandertauben die häufigste Vogelart auf der Welt. Rund 500 Millionen Tierarten sind bereits ausgestorben. Jahr für Jahr werden etwa 15 000 neue Arten entdeckt.

Mag sein, dass nun jemand sagt: Na und? Was geht mich das an? Für die Künstlerin Elli Graetz allerdings ist das Thema ein Herzensbedürfnis. Sie lässt sich mit ihren Arbeiten bedingungslos auf die unvorstellbare Vielfalt des Lebens ein. „Denn mit und in der Natur lebend, springen mir Motive in Feld und Wald, im Wasser und im Gebirge, ins Auge“, so die Malerin und Grafikerin aus Berlin, die ihr Atelier im Landkreis Oberhavel in Brandenburg hat. Da sind die Tiere und die Pflanzen. Aber auch Metallstücke aus dem Meer, alte Türbeschläge, Zaunhalterungen, alter Ackergeräte oder Teebeutelfilterpapier inspirieren sie, Spuren und Erinnerungen an vergangene Lebenswelten in allen Bereichen aufzuspüren und ihren Verfall zu vergegenwärtigen und neue Sichtweisen zu zeigen.

„Weg der Wandertaube“ heißt die neue Ausstellung im GEDOK-Haus Rangsdorf, die ab Sonntag, dem 14. Mai, in der Galerie Kunstflügel zu sehen ist. Dort ist Elli Graetz nicht zum ersten Mal mit ihren Arbeiten vertreten. Bereits im Herbst vergangenen Jahres war sie bei der GEDOK-Gemeinschaftsausstellung „Aufbruch – 20 künstlerische Positionen“ mit dabei. Die Künstlerin, Jahrgang 1947, studierte zunächst Theatermalerei in Dresden und arbeitete in verschiedenen Berufen. Nach dem Grafikstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee erwarb sie das Diplom. Danach freiberuflich tätig tragen seitdem viele Künstlerbücher und Mappen sowie Kunstkalender ihre Handschrift. Seit der 1990er Jahre ist die freie Grafik der Hauptschwerpunkt ihrer Arbeit. Dabei bevorzugt Elli Graetz Drucktechniken wie Holzschnitt, Lithografie, Siebdruck, Radierung.

In Rangsdorf stellt sie Grafiken und Objekte aus. Elli Graetz sagt, ihre aus „einem Fleck heraus entwickelten Tuschezeichnungen sind spontane Eingebungen“. So entstand die Folge ihrer „merkwürdigen Tiere“, die sie – mit Blick auf die Artenvielfalt - immer im Zusammenhang mit den Objekten gesehen haben will. „Vielleicht gab es meine Tiere ja auch schon vor Millionen Jahren. Oder irgendwann werden neue Arten entstehen. Wer weiß?“, fragt die Malerin mit einem kleinen Augenzwinkern.

Am 27. Mai und am 24. Juni freut sich die Künstlerin Elli Graetz auf Gespräche mit dem Publikum – jeweils von 14 bis 18 Uhr in der Galerie Kunstflügel Rangsdorf.

 

 

den Umständen entsprechend vergnügt

5. März bis 7. Mai 2017

Bettina Mundry | Arne Kalkbrenner

Malerei, Grafik, Objekt | Objekt, Plastik Do - So von 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 5. März 2017 | 15 Uhr

Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster, GEDOK e.V.

Einführung                      Ines Baumgartl, Lyrikerin
                                      
Musik                              Antoine Lukac

Gesang                            Maren Kling              

Auf einige Plastiken und Bildern dominiert die Farbe Rot. Rot wie das Blut. Soll da der Titel der Ausstellung „Den Umständen entsprechend vergnügt“ provozieren? Natürlich haben sich die Malerin Bettina Mundry, Jahrgang 1959, und der Bildhauer Arne Kalkbrenner, Jahrgang 1975, mit dem Titel etwas gedacht. „Die derzeitig aktuell politische, aber auch soziale Situation in unserem Land und Europa um Flucht und Zufluchtssuche, Terrorgefahr und Militarisierung, reale und nicht reale Ängste oder Sorgen der Menschen regen uns gleichermaßen an“, erklären die in der Uckermark lebenden Künstler.

Unabhängig voneinander suchen sie in ihrer Kunst nach Darstellungs- und Reflektionsmöglichkeiten. Und so treffen bei ihnen Fragen nach Vergangenheit und Zukunft auf die Gegenwart und verharren zum Teil im Anspruch auf Heiterkeit.

Arne Kalkbrenner zeigt in Rangsdorf Objekte und Plastiken, die überraschen und fordern. Es sind teilweise skurrile Verbindungen von Form, Material und Inhalt. Sie sind ironisch, witzig, klug oder auch bitterböse.

Von diesem Anspruch lässt sich auch Bettina Mundry leiten. Ähnlich wie bei Kalkbrenner
muss man sich auf ihre Arbeiten, ob Malerei, Grafik oder Objekt, einlassen, um den oftmals direkten und auffordernden Blick der Dargestellten aushalten zu können. Sie sei ein offensiver Mensch – und folglich auch als Künstlerin offensiv.

Zwei Künstler, die sich mit dem Thema Mensch und Gesellschaft in ihren Werken auseinandersetzen und künstlerisch ein unbändiges Plädoyer für das Leben formulieren.

Am 8. und 9. April 2017, von jeweils 14 bis 18 Uhr
sind Bettina Mundry und Arne Kalkbrenner in der Ausstellung im Dialog mit den Besuchern.

Unterwegs

21. Januar bis 19. Februar 2017

Karin Tiefensee

Grafik und Theaterpuppen Do - So von 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung    Samstag, 21. Januar 2017 | 16 Uhr

Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster, GEDOK e.V.

Einführung                       Dr. Gabriela Ivan, Kunstwissenschaftlerin
                                        Prof. Astrid Griesbach, Hochschule für
                                        Schauspielkunst "Ernst Busch"

Musik                               Paula Sell, Akkordeon               

Mit der Eröffnung der Ausstellung
UNTERWEGS. Karin Tiefensee - Grafik und Theaterpuppen
am 21. Januar um 16 Uhr beginnt die GEDOK Brandenburg in Rangsdorf ihr neues Ausstellungsprogramm 2017.

Die Berliner Künstlerin Karin Tiefensee wird in der Galerie Kunstflügel ein Spektrum ihres Schaffens vorstellen. Dazu gehören Arbeiten wie „Unruhe“, „Frischluft“, „Spiegelung“, „Schmelze“ und „Geh du voran“ - Arbeiten, in denen sie den Farben-Tiefdruck mit Techniken wie der Collage kombiniert.

Für sehenswerte Kontraste und so manche Überraschung sorgen ihre Theaterpuppen. Sie stammen aus dem Fundus der Abteilung Puppenspielkunst der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin, wo sie seit 1994 das Fach Gestaltungslehre unterrichtet.

Die Puppen stammen aus Inszenierungen von Shakespeare bis Brecht, von Dramatikern der Gegenwart und aus aktuellen Literaturadaptionen. Sie zeigen sich zumeist in unerwarteter Gestalt, anders, als man es von den Texten zunächst erwartet - so zum Beispiel die ausgestellten Arbeiten für das Maskenstudium zu „Der gute Mensch von Sezuan“ von Bertolt Brecht. Die Puppengestalterin spricht hier von einer Visualisierung, die den kreativen Zugang zu den dramatischen Figuren eröffnen soll.

Für die Umsetzung ihrer Ideen nutzt sie Materialien wie Holz, Schaumstoff, Metall, Latex, Styropor, Farbe sowie Leder. Man darf gespannt sein auf Karin Tiefensees „Kasper“, „Mrs. Boyle“ und den „Tod“, ebenso auf „Fliege“, „Echse“ oder den imposanten „Stierkopf“. Mit ihren Figuren macht die Künstlerin das Publikum zudem mit verschiedenen Puppenführungstechniken bekannt.

Karin Tiefensee (Jahrgang 1957) studierte und arbeitete zunächst als Projektierungsingenieurin für Steuerungsanlagen. Ab 1983 studierte sie an der Kunsthochschule Berlin Plastik und Bildhauerei und ist seit 1989 freischaffende Bildhauerin, Grafikerin und Puppengestalterin.

Zur Eröffnung ihrer Ausstellung am Sonnabend, dem 21. Januar sprechen Dr. Gabriela Ivan, Kunstwissenschaftlerin und Prof. Astrid Griesbach von der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Für die musikalische Umrahmung sorgt Paula Sell (Akkordeon). Zum Abschluss wird das Puppenspiel „Die kleine Laterne“ mit der bekannten Puppenspielerin Christine Müller vom Theater des Lachens Frankfurt/Oder gezeigt.

Die Ausstellung „Unterwegs. Karin Tiefensee – Grafik und Theaterpuppen“ ist vom 21. Januar bis zum 19. Februar in der Galerie Kunstflügel im GEDOK-Haus in Rangsdorf, Seebadallee 45, zu sehen. Am 5. Februar ist Karin Tiefensee von 14 bis 18 Uhr in der Galerie und freut sich auf Gespräche mit Besuchern.

Dorit Bearach "Madona-am Ufer_los" 2015
Gudrun Kühne "Sternenguckerin" 2013
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Karla Woisnitza "o talitae"
Lore Plietzsch "Mädchen" 1990
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Christa Panzner "Akt sitzend"
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Ulrike Kirchner
Ulrike Kirchner
Karin Gralki "Gespräche", 2017
Karin Gralki "Abendmahl", 2017
Maria-Luise Faber "Hotspot", 2015
Maria-Luise Faber Ohne Titel,  2009
Elli Graetz Welle 2006
Elli Graetz des Teufels 13 2013
Elli Graetz o.T. 2008
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Bettina Mundry - Zauberlehrling I
Arne Kalkbrenner - sans-papiers
Bettina Mundry - Terror-aus der Serie Extremismus
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Karin Tiefensee
Es wird ein schöner Tag
Freiraum
Masken
Zufluss
Geh Du voran