27.10. - 8.12.2019, Do - So 14 - 18 Uhr

GEFÄHRTEN
Uta Eckerlin, Cornelia Schlemmer & Freunde


Stefka Ammon, Michael Bartsch, Judith Bauch, Karlsheinz Brust, Anne-Francois Cart, Christine Düwel, Katja Friedmann, Christiane Geister, Kristina Girke, Dieter Goltzsche, Christoph Harder, Michael Hegewald, Toralf Jaekel, Udo Keck, Ellen Kniest, Peter Kröning, Kevin Lassner, Anna Mars, Katrin Neuber, Jupp Petry, Gudrun Schlemmer, Winfried Sulzbach, Stefanie Trambow, Franziska Uhl, Anja Weingärtner, Peter Weitz, Berndt Wilde, Karin Wilpert und Jürgen Zeidler.


„GEFÄHRTEN“ ist ein interdisziplinäres Projekt über die Politik der Freundschaft, über Herkunft und Europa und möchte sensibilisieren für eine gelingende offene und vielfältige Gesellschaft.
Die 30-jährige Künstlerfreundschaft von Uta Eckerlin und Cornelia Schlemmer und zu Persönlichkeiten aus Kunst, Musik, Literatur und Film geben mit einem vielfältigen Programm Anlass für Gesprächsformate, Lesungen, Film, Konzerte und Ausstellung, um gemeinsam mit dem Publikum über die Rolle des ‚Ich im Wir‘ Diskurse zu eröffnen. Das Publikum ist eingeladen sich aktiv an den Gesprächen zu beteiligen und in der Ausstellung mit eigenen Erfahrungen zu partizipieren.


27.10. Eröffnung, 15 Uhr
Einführung: Martin Schubach (Sprecher)
Dr. Andrea-Martina Reichel (Text)
Jaana Prüss (Kulturvermittlerin)
Musikalische Umrahmung: „Bach und Bier“, Leitung Tobias Brommann

Sonntag, 3.11. 15 Uhr
Zeige Deine Klasse
Wie unsere Herkunft uns prägt.

Daniela Dröscher liest aus ihrem Buch „Zeige deine Klasse!“
Musikalisch interpretiert durch Antje Thierbach (Oboe), Clemens Schlemmer (Fagott) und Tobias Schwencke (Klavier)
Moderation und Gespräche: Stefka Ammon

Samstag, 16.11. 17 Uhr
Adlige Komplizenschaft im 16. und 17. Jahrhundert

Leonhard Horowski liest aus seinem Buch „Das Europa der Könige“
Ein literarisch-musikalischer Europa-Abend
mit Antje Roterberg (Sopran) und Claudia Hein (Gitarre)

Montag, 18.11. 19 Uhr
Montagskino
Lenin in Vogelsang
. (2013, 58 min)
Dokumentarfilm über eine sowjetische Garnison in der DDR.
Regie: Stefanie Trambow

Samstag, 30. November, 17 Uhr
Retardierendes Moment.
Die am Kunstprojekt „Gefährten“ beteiligten Künstlerinnen und Künstler
im Gespräch mit dem Publikum.
Moderation: Dr. Almut Goldhahn
Mit dem Vokalensemble des Mädchenchores der Sing-Akademie zu Berlin, Leitung Friederike Stahmer

ACHTUNG: AUFNAHME!

25.08. – 13.10.2019, Do - So - 14-18 Uhr

Bärbel Ambrus, Ambra Brigazzi, Annelie Kaduk, Katharina Kulpok, Alexandra Liese, Monika Maria Nowak, Eva Paul, Barbara Raetsch, Maren Strack, Dorit Trebeljahr, Jana Wilsky

Vernissage: 25. August 2019, 15 Uhr

Begrüßung: Dr. Gerlinde Förster, 1. Vorsitzende GEDOK Brandenburg
Einführung: Jaana Prüss, Projektleitung GEDOK Brandenburg
Musikalische Begleitung: Stefanie John (Cello) und Timofey Sattarov (Akkordeon)

Die Galerie Kunstflügel zeigt Arbeiten von den neuen Künstlerinnen in der GEDOK Brandenburg begleitet von einem umfangreichen Programm aus Künstlergesprächen, Lesung, Konzert, Film und Vortrag

Veranstaltungen:
8. September | 15 Uhr
Kunst und Prozessgestaltung, Monika Maria Nowak, Vortrag

15. September | 14-18 Uhr
Textile Inspirationen 1920/2020, Bärbel Ambrus im Gespräch

16. September 2019 |19:30 Uhr Montagsfilm
Effi Briest, Literaturverfilmung nach Theodor Fontane, DDR 1968/69, Regie: Wolfgang Luderer

21. September | 15 Uhr
Glen und sein Welpe. Kinderbuch-Lesung von Alexandra Liese

5. Oktober | 17 Uhr
Mozart plus, Konzert mit Ursula Meyer (Klavier) und Bettina Sitte (Violine)

12. Oktober | 19 Uhr
Rangsdorfer Abend - Zu Gast: Gerlinde Förster
Eine Veranstaltung des Kulturverein Rangsdorf e.V. im GEDOK-Haus












Westbesuch

6. Mai - 7. Juli 2019

Christine Bauer, Jutta Hieret, Iris Kamlah, Gloria Keller, Heidi Knapp, Dagmar Langer, Hannelore Langhans, Lilo Maisch, Isabell Reiling, Meggi Rochell, Sabine Schäfer und Rosemarie Vollmer

Do - So, 14 - 18 Uhr

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 26.Mai 2019 | 15 Uhr
Begrüssung     Dr. Gerlinde Förster I GEDOK Brandenburg e.V.
Einführung      Dr. Christa Hartnigk-Kümmel I GEDOK Karlsruhe e.V.                       
                     Bärbel Ambrus I Projektleitung

Musikperformance   Atemwende
                               Claudia Risch I Sopransaxophon,Bassklarinette
                               Iris Sputh I TanzBegrüssung                  


Besuch ist etwas Wunderbares. Kommen Künstler, wird es umso interessanter! Wir haben eingeladen: Künstlerinnen der GEDOK Karlsruhe, die in diesem Jahr ihr 90-jähriges Jubiläum feiert. Auch die GEDOK Brandenburg feiert Geburtstag: den 25.

Als es noch zwei deutsche Staaten gab, war der Westbesuch die Steigerung des Westpakets. Wer Verwandte oder Bekannte im „Westen“ hatte, konnte sich über Genussmittel wie Kaffee und Schokolade freuen, aber auch über Kosmetikartikel und Second Hand Kleidung („Mauersegler“ wie sie von Brigitte Reimann in ihrem Roman „Franziska Linkerhand“ genannt wurde). Und im Gegenzug kamen mit Ostpaketen Stollen, Bücher und Schallplatten – Made in GDR – in den Westen.

Vor mehr als 30 Jahren war „der Westen“ für viele Bürger der DDR eine Projektionsfläche. Dort schien es alles zu geben, noch dazu im Überfluss. Da die Reisebestimmungen zwischen den beiden deutschen Staaten sehr restriktiv waren, war es etwas Besonderes in „den Osten“ zu fahren oder Besuch aus „dem Westen“ zu bekommen. Der menschliche Austausch war wichtig und der Westbesuch wurde mit Neugierde erwartet.

 

Vor der Wende so gut wie unmöglich - können sich nun auch Künstlerinnen direkt begegnen und in anregenden Diskurs treten.

Inzwischen ist eine Generation herangewachsen, die die Trennung der beiden deutschen Staaten nicht mehr erlebt hat und der die damit verbundenen Gefühle nicht mehr präsent sind. Die innerdeutsche Grenze ist Geschichte und dennoch gibt es weiterhin Unterschiede, die manchmal erst auf den zweiten Blick wahrnehmbar sind. Und nach wie vor gibt es Austauschbedarf, besonders in Bezug auf die unterschiedlichen kulturellen Erfahrungen und künstlerischen Positionen.

So freut sich die GEDOK Brandenburg auf künstlerischen WESTBESUCH aus Karlsruhe.

Die Künstlerinnen Christine Bauer, Jutta Hieret, Iris Kamlah, Gloria Keller, Lilo Maisch und Isabell Reiling werden mit Malerei vertreten sein. Heidi Knapp und Sabine Schäfer zeigen Arbeiten aus dem Bereich Objekt/Mixed-Media. Ein Video von Jutta Hieret kommentiert das Zeitgeschehen. Dagmar Langer, Hannelore Langhans und Meggi Rochell überraschen mit hintersinnigen Skulpturen. Rosemarie Vollmer fasst ihren persönlichen Ost-West-Austausch in einer großformatigen Collage zusammen.

(Text aus der Eröffnungsrede von Bärbel Ambrus)

Ich im wir

Künstlerinnen und die Gedok

7. April - 19. Mai 2019

Ausstellungseröffnung   Sonntag, 7. April | 15 Uhr
Begrüssung                    Sabine Slatosch | Bildende Künstlerin
Musik                             Heide Gisela Richter (Cello) und Gruppe        

Eröffnung der Ausstellung zum 25. Gründungsjubiläum der GEDOK in Brandenburg

Im Ich eröffnet sich das Wir
Gemeinschaftsausstellung zum 25. Geburtstag der GEDOK Brandenburg in Rangsdorf

Treffender könnte der Titel für die Ausstellung anlässlich des 25. Gründungsjubiläums der GEDOK (Künstlerinnenverband) in Brandenburg nicht sein: „Ich im Wir. Künstlerinnen und die GEDOK“.

Diese Gemeinschaftsausstellung zeigt Werke von 45 Künstlerinnen:

Bärbel Ambrus, Kerstin Becker, Marguerite Blume-Cárdenas, Ambra Brigazzi, Anne-Françoise Cart, Corinna Dahme, Christine Düwel, E.R.N.A., Sonja Eschefeld, Maria Luise Faber, Angela Fensch, Marianne Gielen, Elli Graetz, Karin Gralki, Catrin Große, Sylvia Hagen, Christine Hielscher, Susanne Hoppe, Annelie Kaduk, Linde Kauert, Ulrike Kirchner, Christina Köster, Katharina Kulpok, Alexandra Liese, Christina Lübge, Irmgard Merkens, Liz Mields-Kratochwil, Bettina Mundry, Dorothea Nerlich, Monika Maria Nowak, Eva Paul, Ute Postler, Ulrike Rosenbach (MdK), Gudrun Schlemmer, Sabine Schneider, Jutta Schölzel, Sabine Slatosch, Dorit Trebeljahr, Heidi Vogel, Renate Weber, Astrid Weichelt, Angela Willeke und das interdisziplinäre Team Uta Eckerlin, Cornelia Schlemmer und Stefanie Trambow

Mit ihren Werken knüpfen sie an das Werden und Wachsen der GEDOK Brandenburg an. Im Kunstflügel erblickt man symbolisch dafür zunächst an einer Wand viele Frauenporträts – sie stehen für die „Macherinnen“ von Ausstellungen, Konzerten, Lesungen. Sie gehören zu all den Künstlerinnen, die in den vergangenen 25 Jahren die vielfältigsten Kunstprojekte der GEDOK mit Leben erfüllt haben.

Wie kreativ und einfallsreich die Frauen das Jubiläumsthema „Ich im Wir“ umgesetzt haben, was sie zudem mit dem Künstlerinnennetzwerk GEDOK verbindet, davon kann man sich dann in den Galerieräumen im GEDOK-Haus in der Seebadallee 45 überzeugen. Das Publikum erwartet eine spannende Begegnung mit unterschiedlichsten künstlerischen Ansätzen.

Ob als Collage, Plastik oder Aquarell, ob als Druck oder Videoinstallation - vielfältig und farbig, nachdenklich und fröhlich stellen sich die Kunstwerke den Galeriebesuchern vor. Ganz im Sinne des Themas „Ich im Wir.“ erschließt sich beim Betrachten der Werke auch die Bindung der Künstlerinnen an die GEDOK Brandenburg. Die Malerin Bettina Mundry zum Beispiel nennt neben Fachkompetenz, Inspiration, Herausforderung vor allem einen „sehr wertvoller(n) Austausch mit interessanten Menschen ... und immer wieder Überraschung beim Erfahren der unterschiedlichen Sichtweisen und des Gesamten.“

Eine der Gründungsmitglieder, die Malerin Gudrun Schlemmer erinnert sich nicht nur an die Zeit vor 25 Jahren. Sie betont, dass sie dank des Künstlerinnennetzwerkes selbst „durch Zuspruch und Kritik bei kollegialer Wärme das eigene kreative Potential immer mehr zur Entfaltung bringen konnte“.

Und die Künstlerin Angela Willeke formuliert: „Im Wir ist das Ich verwurzelt – erst im Ich eröffnet sich das Wir.“

Diese beeindruckenden Statements machen neugierig auf die Ausstellung in der Galerie Kunstflügel Rangsdorf.

Die Ausstellung „Ich im Wir“ ist vom 11. April bis zum 19. Mai zu sehen. Die Galerie „Kunstflügel“ ist donnerstags bis sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr sowie nach Absprache geöffnet.

Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm mit Liederabend am 13. April um 16 Uhr, einen Filmabend am 15. April sowie ein Clara-Schumann-Konzert am 4. Mai um 16 Uhr.

 

 

 

 

Plants for Rosa-Pflanzen für Rosa 2019-zum Gedenken–1919

Brigitte Potter-Mael

13. Januar - 10. März 2019

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 13. Januar | 15 Uhr
Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster | GEDOK e.V.
Einführung                       Dr. Evelin Wittich     | Autorin und
                                                                         Herausgeberin
Musik                               Waltraud Heinrich    | Alt
                                        Ursula Meyer           | Klavier

Im Januar 2019 jährt sich der Todestag von Rosa Luxemburg zum einhundertsten Mal. Aus diesem Anlass realisiert die bildende Künstlerin Brigitte Potter-Mael in der Galerie Kunstflügel im GEDOK-Haus in Rangsdorf ein ungewöhnliches Kunstprojekt. Es rückt die Kraft einer großen Frauenpersönlichkeit ins Licht der Öffentlichkeit und unterstützt damit ganz unkonventionell Bildungsarbeit auf sinnlich-ästhetische Weise.

Vom 13. Januar bis zum 10.März 2019 wird die seit vier Jahrzehnten in Kanada lebende Künstlerin in Rangsdorf die Persönlichkeit Rosa Luxemburgs in einer Klang-, Bild- und Texterzählung im Kontext ihrer leidenschaftlichen Mensch-Naturbeziehung ins Licht der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Sie weckt auf diesem Weg Interesse für eine Frau, die sich in ihrem lebenslangen Wirken um die Zukunft der Menschen und um ihr Zusammenleben Gedanken gemacht hat.

Brigitte Potter-Mael, seit 20 Jahren aktives Mitglied der GEDOK Brandenburg, hat das von Rosa Luxemburg angelegte und während ihrer Gefängniszeit dokumentierte Herbarium über Jahre hinweg intensiv studiert. Auf dieser Grundlage schuf sie künstlerische Arbeiten, die Rosas leidenschaftliches Verhältnis zur Botanik, ihren ausgeprägten Schönheitssinn und ihre Sensibilität gegenüber der Natur feiern.

Für ihre Ausstellung „Plants For Rosa – Pflanzen für Rosa“ begab sich Brigitte Potter-Mael (geb. 1943) zudem in Berlin auf die Suche nach Antworten, wie denn Rosa Luxemburg wohl heute wahrgenommen wird. Unterstützt wurde sie bei ihren Recherchen im Vorfeld von vielfältigen Kooperationen. Zu nennen sind die Universitäten in Lodz und Ulm, das Beaty Biodiversity Museum in Vancouver, die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin, Potsdam und New York, das Fontane-Gymnasium Rangsdorf und die GEDOK Brandenburg.

Die Künstlerin informierte außerdem Künstler und Freunde in vielen Ländern über ihr Vorhaben und lud sie zur Beteiligung am digitalen Video-Werk „Pflanzen für Rosa“ ein. Aus aller Welt sind Beiträge eingegangen, die Baustein sind für die Weiterführung des Projektes zum 150. Geburtstag Rosa Luxemburgs 2021.

Während der Ausstellungszeit führt Brigitte Potter-Mael einen Workshop zum Thema „Ich war, ich bin, ich werde sein“ mit Jugendlichen vom Fontane-Gymnasium Rangsdorf durch. Weitere Veranstaltungen (Vortrag, Gespräche) sind geplant. Am 14. Januar gibt es in der Reihe „Der Montagsfilm“ im GEDOK-Haus den Kinofilm „Rosa Luxemburg“ (1986) von Margarethe von Trotta zu sehen. Besondere Beachtung verdient am 9. März im Rathaus Rangsdorf die Aufführung des Stückes „Rosa – Trotz alledem“ – eine künstlerische Positionsbestimmung in der Regie von Anja Panse.

Das Kunstprojekt „Plants For Rosa – Pflanzen für Rosa“ ist Auftakt der Veranstaltungen zum 25. Gründungsjubiläum der GEDOK Brandenburg. Es wird gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung zusammen mit dem Regionalbüro Brandenburg, der Gleichstellungsbeauftragten des Landes Brandenburg, dem Aktionsbündnis Partnerschaft für Demokratie Teltow-Fläming und der Gemeinde Rangsdorf.