Westbesuch

26. MAi bis 7. Juli 2019

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 26.Mai 2019 | 15 Uhr
Begrüssung     Dr. Gerlinde Förster I GEDOK Brandenburg e.V.
Einführung      
Dr. Christa Hartnigk-Kümmel I GEDOK Karlsruhe e.V.                       
                           Bärbel Ambrus I Projektleitung

Musikperformance   Atemwende
                                    Claudia Risch I Sopransaxophon,Bassklarinette
                                    Iris Sputh I TanzBegrüssung                    


                          

Die GEDOK Brandenburg bekommt vom 26. Mai bis zum 7. Juli 2019 WESTBESUCH.
Wir freuen uns auf unsere Gäste aus Karlsruhe.

Besuch ist etwas Wunderbares. Kommen Künstler, wird es umso interessanter - Wir haben eingeladen: Künstlerinnen der GEDOK Karlsruhe, die in diesem Jahr ihr 90-jähriges Jubiläum feiert. Auch die GEDOK Brandenburg feiert, den 25.Geburtstag. Das Besondere nun an unserer kreativen Begegnung ist die zwischen OST und WEST.

Als es noch zwei deutsche Staaten gab, war der Westbesuch die Steigerung des Westpakets. Wer Verwandte oder Bekannte im „Westen“ hatte, konnte sich über Genussmittel wie Kaffee und Schokolade freuen, aber auch über Kosmetikartikel und Second Hand Kleidung („Mauersegler“ wie sie von Brigitte Reimann in ihrem Roman „Franziska Linkerhand“ genannt wurde). Und im Gegenzug kamen mit Ostpaketen Stollen, Bücher und Schallplatten – Made in GDR – in den Westen.

Vor mehr als 30 Jahren war „der Westen“ für viele Bürger der DDR eine Projektionsfläche. Dort schien es alles zu geben, noch dazu im Überfluss. Da die Reisebestimmungen zwischen den beiden deutschen Staaten sehr restriktiv waren, war es etwas Besonderes in „den Osten“ zu fahren oder Besuch aus „dem Westen“ zu bekommen. Der menschliche Austausch war wichtig und der Westbesuch wurde mit Neugierde erwartet.

 

Vor der Wende so gut wie unmöglich - können sich nun auch Künstlerinnen direkt begegnen und in anregenden Disput treten. Das ist besser als früher ein Westpaket und erscheint uns heute noch wie ein Geschenk.

Inzwischen ist eine Generation herangewachsen, die die Trennung der beiden deutschen Staaten nicht mehr erlebt hat und der die damit verbundenen Gefühle nicht mehr präsent sind. Die innerdeutsche Grenze ist Geschichte und dennoch gibt es weiterhin Unterschiede, die manchmal erst auf den zweiten Blick wahrnehmbar sind. Und nach wie vor gibt es Austauschbedarf, besonders in Bezug auf die unterschiedlichen kulturellen Erfahrungen und künstlerischen Positionen.

So freut sich GEDOK Brandenburg sehr auf den künstlerischen WESTBESUCH aus Karlsruhe:

Die Künstlerinnen Christine Bauer, Jutta Hieret, Iris Kamlah, Gloria Keller, Lilo Maisch und Isabell Reiling werden mit Malerei vertreten sein. Heidi Knapp und Sabine Schäfer zeigen Arbeiten aus dem Bereich Objekt/Mixed-Media. Ein Video von Jutta Hieret kommentiert das Zeitgeschehen. Dagmar Langer, Hannelore Langhans und Meggi Rochell überraschen mit hintersinnigen Skulpturen. Rosemarie Vollmer fasst ihren persönlichen Ost-West-Austausch in einer großformatigen Collage zusammen.

Herzlich Willkommen in Brandenburg!



  

Ich im wir

Künstlerinnen und die Gedok

7. April bis 19. Mai 2019

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 7. April | 15 Uhr
Begrüssung                     Sabine Slatosch | Bildende Künstlerin
Musik                             Heide Gisela Richter (Cello) und Gruppe        

Eröffnung der Ausstellung zum 25. Gründungsjubiläum der GEDOK in Brandenburg

Im Ich eröffnet sich das Wir
Gemeinschaftsausstellung zum 25. Geburtstag der GEDOK Brandenburg in Rangsdorf

Treffender könnte der Titel für die Ausstellung anlässlich des 25.Gründungsjubiläums der GEDOK (Künstlerinnenvereinigung) in Brandenburg nicht sein: „Ich im Wir. Künstlerinnen und die GEDOK“.

Diese Ausstellung gibt es ab dem 11. April 2019 in der Galerie Kunstflügel in Rangsdorf zu sehen. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsausstellung von 45 Künstlerinnen:

Bärbel Ambrus, Kerstin Becker, Marguerite Blume-Cárdenas, Ambra Brigazzi, Anne-Françoise Cart, Corinna Dahme, Christine Düwel, E.R.N.A., Sonja Eschefeld, Maria Luise Faber, Angela Fensch, Marianne Gielen, Elli Graetz, Karin Gralki, Catrin Große, Sylvia Hagen, Christine Hielscher, Susanne Hoppe, Annelie Kaduk, Linde Kauert, Ulrike Kirchner, Christina Köster, Katharina Kulpok, Alexandra Liese, Christina Lübge, Irmgard Merkens, Liz Mields-Kratochwil, Bettina Mundry, Dorothea Nerlich, Monika Maria Nowak, Eva Paul, Ute Postler, Ulrike Rosenbach (MdK), Gudrun Schlemmer, Sabine Schneider, Jutta Schölzel, Sabine Slatosch, Dorit Trebeljahr, Heidi Vogel, Renate Weber, Astrid Weichelt, Angela Willeke
und das interdisziplinäre Team Uta Eckerlin, Cornelia Schlemmer, Stefanie Trambow

Mit ihren Werken knüpfen sie an das Werden und Wachsen der GEDOK Brandenburg an. Im Kunstflügel erblickt man symbolisch dafür zunächst an einer Wand viele Frauenporträts – sie stehen für die „Macherinnen“ von Ausstellungen, Konzerten, Lesungen. Sie gehören zu all den Künstlerinnen, die in den vergangenen 25 Jahren die vielfältigsten Kunstprojekte der GEDOK mit Leben erfüllt haben.

Wie kreativ und einfallsreich die Frauen das Jubiläumsthema „Ich im Wir“ umgesetzt haben, was sie zudem mit dem Künstlerinnennetzwerk GEDOK verbindet, davon kann man sich dann in den Galerieräumen im GEDOK-Haus in der Seebadallee 45 überzeugen. Das Publikum erwartet eine spannende Begegnung mit unterschiedlichsten künstlerischen Ansätzen.

Ob als Collage, Plastik oder Aquarell, ob als Druck oder Videoinstallation - vielfältig und bunt, nachdenklich und fröhlich stellen sich die Kunstwerke den Galeriebesuchern vor. Ganz im Sinne des Themas „Ich im Wir.“ erschließt sich beim Betrachten der Werke auch die Bindung der Künstlerinnen an die GEDOK Brandenburg. Die Malerin Bettina Mundry zum Beispiel nennt neben Fachkompetenz, Inspiration, Herausforderung vor allem einen „sehr wertvoller(n) Austausch mit interessanten Menschen .... und immer wieder Überraschung beim Erfahren der unterschiedlichen Sichtweisen und des Gesamten.“

Eine der Gründungsmitglieder, die Malerin Gudrun Schlemmer erinnert sich nicht nur an die Zeit vor 25 Jahren. Sie betont, dass sie dank des Künstlerinnennetzwerkes selbst „durch Zuspruch und Kritik bei kollegialer Wärme das eigene kreative Potential immer mehr zur Entfaltung bringen konnte“.

Und die Künstlerin Angela Willeke formuliert: „Im Wir ist das Ich verwurzelt – erst im Ich eröffnet sich das Wir.“

Diese beeindruckenden Statements machen neugierig auf die neue Ausstellung in der Galerie Kunstflügel Rangsdorf.

Die Ausstellung „Ich im Wir“ ist vom 11. April bis zum 19. Mai zu sehen. Die Galerie „Kunstflügel“ ist donnerstags bis sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr sowie nach Absprache geöffnet.

Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm mit Liederabend am 13. April um 16 Uhr, einen Filmabend am 15. April sowie ein Clara-Schumann-Konzert am 4. Mai
um 16 Uhr.

 

 

 

 

 

 

Plants for Rosa-Pflanzen für Rosa 2019-zum Gedenken–1919

Brigitte Potter-Mael

13. Januar bis 10. März 2019

Ausstellungseröffnung    Sonntag, 13. Januar | 15 Uhr
Begrüssung                     Dr. Gerlinde Förster | GEDOK e.V.
Einführung                       Dr. Evelin Wittich     | Autorin und
                                                                         Herausgeberin
Musik                               Waltraud Heinrich    | Alt
                                        Ursula Meyer           | Klavier

Im Januar 2019 jährt sich der Todestag von Rosa Luxemburg zum einhundertsten Mal. Aus diesem Anlass realisiert die bildende Künstlerin Brigitte Potter-Mael in der Galerie Kunstflügel im GEDOK-Haus in Rangsdorf ein ungewöhnliches Kunstprojekt. Es rückt die Kraft einer großen Frauenpersönlichkeit ins Licht der Öffentlichkeit und unterstützt damit ganz unkonventionell Bildungsarbeit auf sinnlich-ästhetische Weise.

Vom 13. Januar bis zum 10.März 2019 wird die seit vier Jahrzehnten in Kanada lebende Künstlerin in Rangsdorf die Persönlichkeit Rosa Luxemburgs in einer Klang-, Bild- und Texterzählung im Kontext ihrer leidenschaftlichen Mensch-Naturbeziehung ins Licht der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Sie weckt auf diesem Weg Interesse für eine Frau, die sich in ihrem lebenslangen Wirken um die Zukunft der Menschen und um ihr Zusammenleben Gedanken gemacht hat.

Brigitte Potter-Mael, seit 20 Jahren aktives Mitglied der GEDOK Brandenburg, hat das von Rosa Luxemburg angelegte und während ihrer Gefängniszeit dokumentierte Herbarium über Jahre hinweg intensiv studiert. Auf dieser Grundlage schuf sie künstlerische Arbeiten, die Rosas leidenschaftliches Verhältnis zur Botanik, ihren ausgeprägten Schönheitssinn und ihre Sensibilität gegenüber der Natur feiern.

Für ihre Ausstellung „Plants For Rosa – Pflanzen für Rosa“ begab sich Brigitte Potter-Mael (geb. 1943) zudem in Berlin auf die Suche nach Antworten, wie denn Rosa Luxemburg wohl heute wahrgenommen wird. Unterstützt wurde sie bei ihren Recherchen im Vorfeld von vielfältigen Kooperationen. Zu nennen sind die Universitäten in Lodz und Ulm, das Beaty Biodiversity Museum in Vancouver, die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin, Potsdam und New York, das Fontane-Gymnasium Rangsdorf und die GEDOK Brandenburg.

Die Künstlerin informierte außerdem Künstler und Freunde in vielen Ländern über ihr Vorhaben und lud sie zur Beteiligung am digitalen Video-Werk „Pflanzen für Rosa“ ein. Aus aller Welt sind Beiträge eingegangen, die Baustein sind für die Weiterführung des Projektes zum 150. Geburtstag Rosa Luxemburgs 2021.

Während der Ausstellungszeit führt Brigitte Potter-Mael einen Workshop zum Thema „Ich war, ich bin, ich werde sein“ mit Jugendlichen vom Fontane-Gymnasium Rangsdorf durch. Weitere Veranstaltungen (Vortrag, Gespräche) sind geplant. Am 14. Januar gibt es in der Reihe „Der Montagsfilm“ im GEDOK-Haus den Kinofilm „Rosa Luxemburg“ (1986) von Margarethe von Trotta zu sehen. Besondere Beachtung verdient am 9. März im Rathaus Rangsdorf die Aufführung des Stückes „Rosa – Trotz alledem“ – eine künstlerische Positionsbestimmung in der Regie von Anja Panse.

Das Kunstprojekt „Plants For Rosa –Pflanzen für Rosa“ ist Auftakt der Veranstaltungen zum 25. Gründungsjubiläum der GEDOK Brandenburg. Es wird gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung zusammen mit dem Regionalbüro Brandenburg, die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg, das Aktionsbündnis Partnerschaft für Demokratie Teltow-Fläming und die Gemeinde Rangsdorf.