Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden e. V.


Mit Kerstin Hensel, Sigrid Herdam, Elke Hübener-Lipkau, Susanne Isakovic, Karin Nohr, Ekaterina Orba, Kaj Osteroth, Annette Paul, Ilka Raupach, Jana Weinert und Marita Wiemer stellt die GEDOK Brandenburg ihre neuen Mitglieder vor, die in der Malerei, Grafik, Bildhauerei, Performance und Literatur tätig sind.

Annette Paul, Zimmer im Zimmer, Susanne (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Foto: André Stiebitz

Ekaterina Orba, Objekt Gelb

Susanne Isakovic, Don´t just give an impression, give trust

Sigrid Herdam, o.T.

Ilka Raupach, Kunst ist Samenkorn in Ritterkostüm (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Kaj Osteroth, Bring your families (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Marita Wiemer, o.T. (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

06.11.2022 - 04.12.2022 Ausstellungen

Achtung: Aufnahme! Neue Künstlerinnen der GEDOK Brandenburg 2022

Galerie Kunstflügel | Seebadallee 45 | 15834 Rangsdorf
Öffnungszeiten: Do-So 14-18 Uhr

 

Bildende Künstlerinnen: Sigrid Herdam, Susanne Isakovic, Ekaterina Orba, Kaj Osteroth, Annette Paul, Ilka Raupach, Marita Wiemer
Schriftstellerinnen: Kerstin Hensel, Elke Hübener-Lipkau, Karin Nohr, Jana Weinert
 

Eröffnung: 06.11.2022, 15 Uhr

Führung: 08.11.2022, 15 Uhr

Lesung: 27.11.2022, 16 Uhr


Die GEDOK Brandenburg stellt ihre neuen Mitglieder vor, die in der Malerei, Grafik, Bildhauerei, Performance und Literatur tätig sind.

Die Bildhauerin Sigrid Herdam (*1951) hat an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee studiert. Sie dringt bis zum Kern vor und zeigt eine Werkgruppe aus Kleinskulpturen, deren Klammer die weibliche Figur ist. Sigrid Herdam kombiniert Marmor, Gips, Sandstein und Fundstücke, die sie farbig fasst oder mit Gold belegt.

Auf ihren Porträts im Renaissancestil inszeniert Susanne Isakovic (*1967) Geier und andere Tiere als wohlhabende Händler, Herrscher, Gelehrte. Sie hat Malerei und Grafik studiert und experimentiert in Öl, Acryl, Grafit und Tusche mit der Wirkung von textiler Ornamentik wie auch architektonischen Schmuckelementen, die sie um ihre Figuren herumwebt.

In leuchtenden Farben schwingen sich die Formen der Serie „Florales“ von Ekaterina Orba (*1972) über die Leinwand. Ihre künstlerische Ausbildung hat Ekaterina Orba in Russland absolviert und in den 2000er Jahren in Cottbus ein Architekturstudium angeschlossen. In mittelformatigen Objekten greift sie den Schwung und die Farbigkeit ihrer Gemälde auf und übersetzt sie in die dritte Dimension.

Ihren Meisterschülerinnenabschluss an der Universität der Künste hat Kaj Osteroth (*1977) im Jahr 2006 gemacht und sich im Anschluss als freischaffende Künstlerin in eigenen wie auch kollektiven und interdisziplinären Zusammenhängen erprobt. In ihren Gemälden, die sie durch die Titel in aktuellen Diskursen verortet, vermischt sich Traum und Wirklichkeit.

Annette Paul (*1970) hat in Dresden Bildhauerei studiert und ist nicht nur als Performancekünstlerin, sondern auch in der Installation und neuerdings der Malerei tätig. In der Ausstellung setzt sie den Zyklus „Zimmer im Zimmer“ fort, der alle Bereiche ihres Schaffens in eins bringt und die Corona-Pandemie wie auch die Produktion von Bildern verhandelt.

Aus Holz entstehen die ausgestellten Werkgruppen von Ilka Raupach (*1976), die Meisterin der Elfenbeinschnitzerei ist und in Halle und Bergen (Norwegen) Bildhauerei studiert hat. Die Künstlerin, die auch in Schnee und Eis arbeitet, denkt Kleinstformen aus der Natur in riesenhafter Vergrößerung in anderen Kontexten, etwa die Arbeit „Kunst ist Samenkorn in Ritterkostüm“, die an Ringelblumensamen erinnert.

Nach ihrem Studium der Malerei arbeitet Marita Wiemer (*1949) seit 1988 freischaffend. Sie zeigt Werke aus den letzten beiden Jahren, die sich in der Kombination von Mischtechnik und Collage mit Farb- und Lichtstimmungen befassen und an Gesehenes erinnern, ohne konkrete Vorbilder zu zitieren. Marita Wiemer spürt Transparenzen auf, indem sie ihre Bilder Schicht um Schicht prozesshaft entstehen lässt.

Kerstin Hensel (*1961) ist seit 1987 als freiberufliche Schriftstellerin tätig und hat seit 2001 eine Professur an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch Berlin“ inne. Auf der gemeinsamen Lesung stellt sie ein Kapitel aus der Erzählung „Regenbeins Farben“ vor. Es geht darin um den Werdegang eines Mädchens, das aus schlichtem, kunstfernen Elternhaus stammt und seine ersten Impulse bekommt, um Kunstmalerin zu werden.

Elke Hübener-Lipkau (*1957) stammt aus Görlitz, studierte in Berlin Soziologie und war über 30 Jahre beruflich im Potsdamer Kulturbereich tätig. Kurz vor der Jahrtausendwende zog sie aufs Land und begann, Gedichte und Kurzprosa zu schreiben. Ihr Thema sind Täuschungen. Man kann sich selbst und andere täuschen oder enttäuscht werden. Aber wenn man genau hinschaut, ist manche ENT-Täuschung vielleicht ein Glück und eröffnet neue Möglichkeiten.

Karin Nohr (*1950) studierte Germanistik und Anglistik sowie Psychologie. Sie ging verschiedenen Lehrtätigkeiten nach und arbeitete lange Jahre als Psychotherapeutin, bis sie sich entschied, ihre Zeit nur noch dem Schreiben zu widmen. Bei ihrem Romanentwurf „Mona Lisa auf der Couch“ geht es um einen Mann, der sich im Museum wohler fühlt als unter Menschen und in seiner Ehe von einem Problem in das nächste tappt.

Jana Weinert (*1966) lebt in Potsdam. Ihr erster Beruf war der der Schriftsetzerin. Außerdem hat sie Erziehungswissenschaften und Literaturwissenschaften studiert. Ihr erstes Buch erschien 2002 und erzählte Geschichten Ost-westdeutscher Liebesbeziehungen. 2021 erschien im Verlag Dorise ihr Buch „Nachtbaden“ mit Lyrik und Kurzprosatexten, aus dem sie lesen wird.